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Newsletter West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung &
Benediktushof 11/2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Benediktushofes,

über Neuigkeiten und besondere Veranstaltungen hier am Hof berichten wir in einem November, in dem uns statt Kälte, Nebel und Regen noch viele sonnige Terrassenstunden geschenkt wurden.
Viel Freude beim Lesen!

Ihr/Euer Benediktushof-Team

Impuls zum Thema "Einheit von allem"
von Petra Wagner, Mitglied der Leitung der Kontemplationslinie

„Drum, wer Ohren hat zu hören, der höre!
Es ist nicht zwei, nicht drei, nicht tausende,
es ist Eins und alles;
es ist nicht Körper und Geist geschieden,
dass eine der Zeit, das andere der Ewigkeit angehöre,
es ist Eins, gehört sich selbst,
und ist Zeit und Ewigkeit zugleich,
und sichtbar und unsichtbar, bleibend im Wandel,
ein unendliches Leben." 
                                                     
                                                     Karoline von Günderode


Einheit von allem. Was ist das? Die wirkliche Schwierigkeit besteht darin, dass der Verstand sofort eine Interpretation liefert. Alles, was auf dem spirituellen Weg gehört wurde, gelesen wurde, vielleicht sogar als leise Ahnung erfahren wurde, interpretiert sich über den Intellekt, versucht sich einzusortieren, um die gewohnte Sicherheit aufrecht zu erhalten. Sicherheit, die in der personellen Struktur begründet ist. Genau jener Struktur, die die Dualität, die Gegenüberstellung von Ich und Du, als existenziell notwendig erfahren hat und erfährt. 

Um den Alltag organisieren zu können und auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen kommunizieren zu können, braucht es ein starkes Ich. Allein der Besuch eines Kurses erfordert Struktur und vielerlei rationale Entscheidungen - beginnend mit der Organisation des Hauses, Terminplänen, Kursprogramm, Kursleitung etc. Erst dann ist eine Anmeldung und der Besuch überhaupt  möglich. Weshalb also sollte das Ich entwertet werden?
Wird es auch nicht. Die so selbstverständliche Über-Bewertung lässt es so empfinden. Sie scheint so stark in uns konditioniert, dass jede Aufforderung des Spürens, Lauschens, Innehaltens, jede Frage nach der Wirklichkeit „hinter“ dem Ich, als Ent-Wertung empfunden wird und in Widerstand mündet. Das „starke Ich“, kostbar und sehr sinnvoll, offenbart seine Schwäche: die bedingungslose Aufrechterhaltung der Machtstruktur, die sinnentleerte Über-Bewertung.

Ein vis-à-vis ein Gesicht-zu-Gesicht (zugegeben, eine etwas gewagte direkte Übersetzung des so geläufigen Wortes) erfährt sich zunächst nicht als Einheit, sondern als Ich und Du in Beziehung, Auseinandersetzung und Kommunikation. Dass wir einander Spiegel sind, ist eine meist langsam reifende Erkenntnis. Dass wir einander nicht nur Spiegel sind, sondern wir selbst es sind, die sich im anderen begegnen, weiter noch, wir selbst die – der – das Andere sind, ist mit dem Intellekt nicht mehr erfassbar, entzieht sich unserer Erkenntnismöglichkeit. Einheit von allem ist keine Erkenntnis, auch wenn es sich unsere personale Struktur noch so sehr wünscht, herbeisehnt und daran arbeitet und übt. Es ist eine Erfahrung des Seins im Augenblick. Einheit von allem ist, was wir zutiefst sind.

Während ich hier am PC sitze und schreibe, ist in einem anderen Zimmer klassische Musik zu hören, Rameau – dirigiert von Teodor Currentzis. Die Musik ist leise im Hintergrund und doch webt sie sich ein. Der Intellekt sucht nach Worten um die Erfahrung der Einheit in diesem Text Ausdruck finden zu lassen, sie zu transportieren. Zugleich ist diese wunderbare Musik spürbar anwesend. 

Zunächst ist es ein Hören…. dann ein Spüren…. in allen Zellen.... Klang sein….
So findet sich ein wunderbares Beispiel. Das Hören ist noch in einer Distanz zum Klang, das Spüren löst die Distanz langsam auf, das Klangsein erfährt den Augenblick, die Einheit. Musik, vor Jahrhunderten komponiert – in unserer Zeit neu dirigiert…. eine Brücke über die Zeit…. Zeit und Ewigkeit zugleich.

Einheit von allem ist Wirklichkeit.  


Das Symposium der Stiftung zum Thema zeitgenössische Spiritualität hat vergangenes Wochenende auf dem Benediktushof stattgefunden.
120 Menschen kamen zusammen, um sich mit modernen Strömungen der Spiritualität zu beschäftigen, sie zu diskutieren und zu erfahren. Vertreter von MBSR, MSC und integraler Spiritualität gingen in den Dialog mit den spirituellen Leitern, die die Wege des Zen und der Kontemplation vertraten. Die Workshops boten Raum für eigenes Erleben und Diskussion.
Das Video über den Dialog zwischen Dr. Thomas Steininger und Dr. Alexander Poraj zum Thema "Zen und Integrale Spiritualität" finden Sie hier.
Vielen Dank für den inspirierenden Austausch!

Beim nächsten Symposium vom 8.-10.11.2019 wird es um das Thema „Wa(h)re Werte – Spiritualität in einer manipulierten Welt“ gehen.
Weitere Infos zum Symposium 2019 finden sie hier.

Neues von der Stiftung 

Pünktlich zum Stiftungssymposium ist die Website der Stiftung online gegangen. Unter www.west-oestliche-weisheit.de erfahren Sie, wie wir Spiritualität heute erforschen, gestalten und fördern. Wir geben Einblick in unsere Projekte und Themen und die Säulen der Stiftung - Zen und Kontemplation. Klicken Sie rein!

Zur Unterstützung unserer Projekte für die Generation Zukunft 2019 für junge Menschen benötigen wir noch Spendengelder. Deswegen freuen wir uns sehr, dass wir bei der Spendenverdoppelungsaktion der Sparkasse dabei sind!
Jede Summe, die am 23.11. ab 10.00 Uhr über das Spendenportal der Sparkasse gespendet wird, wird von ihr verdoppelt.
Unterstützen Sie über diesen Link unsere Arbeit und lassen Sie Ihren Spendenbeitrag verdoppeln!

Das Symposium Heilen zum Thema "Heilen mit der Kraft der Natur - Was wirklich hilft aus Praxis und Forschung" findet vom 23. bis 25.11. statt.
Weitere Infos und Anmeldung hier.

"Lieder und Geschichten zum Heilen der Seele"
Lauschen Sie am  Sa., 24.11., dem Konzert der bekannten jiddischen Sängerin Shura Lipovsky und ihrem Ensemble.
Weitere Infos und Anmeldung hier.

Einfühlsam-tiefgründige Klangerfahrung bietet das Gongkonzert mit Csongor Kölcze am So., 02.12.
Weitere Infos und Anmeldung hier.

Wer den Jahreswechsel meditativ erleben möchte, ist herzlich eingeladen zu unserem Angebot "Silvester-Schlemmer-Buffet & Meditation" am Montag, 31.12.
Weitere Infos hier.

Hier geht es zur allgemeinen Kursübersicht. 

Weihnachten am Benediktushof

Still werden. Zum achtsamen Erleben der Weihnachtszeit laden unsere Kurse und Angebote im Dezember ein.

Ab 20.12. finden zwei Kontemplationskurse statt:
Kontemplation - Advent und Weihnachten feiern mit Beatrice Grimm und Kontemplation - Weihnachten mit Sven-Joachim Haack und Christina Wingert-Weber.

In dem Kurs Gesang aus Deinem Herzen - Die Heilkraft Deiner Stimme (20.12.) werden innere und äußere Resonanz-, Klang- und Seelenräume erfahren.

Am Montag, 24.12., laden Fernand Braun, Beatrice Grimm und Sven-Joachim Haack herzlich ein zur Feier des Lebens zu Heiligabend.

Vegan-vegetarisch die Weihnachtsfeiertage genießen im Restaurant TROAND:
25.12.2018: Feiertags-Schlemmer-Buffet und à-la-carte
26.12.2018: Feiertags-Schlemmer-Buffet

Kerzenschein für stille Stunden

Ein warmes Licht im November - der Hofladen des Benediktushofes hält wieder die begehrten Kerzen mit dem Symbol der 5 Weltreligionen für Sie bereit, zum Verschenken oder um sich selbst eine Freude zu machen.
Hier finden Sie die Kontaktdaten zum Hofladen.

Weihnachtsgeschenk-Idee: Gutschein
Achtsam schenken - sei es ein inspirierendes Buch, eine meditative Musik oder eine bereichernde Erfahrung in einem unserer Kurse - ein Geschenk oder ein Gutschein vom Benediktushof berührt.
Einlösen kann man ihn sowohl im Kursbüro, im Café-Restaurant Troand, in der Buchhandlung oder im Hofladen.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Gutschein.


Bilder der Achtsamkeit

Die Zeitschrift COSMOPOLITAN (COSMO BEAUTY) hatte im Sommer den Benediktushof besucht und veröffentlicht in der aktuellen November-Ausgabe einen Artikel über die Stille-Erfahrung bei einem ZEN-Einführungskurs am Benediktushof.

Wir danken unserem Mitarbeiter Thomas Appel (IT-Leiter und Fotograf), der die professionellen Fotos speziell für das COSMOPOLITAN-Team gemacht hat!

Die Bilder vermitteln wunderbar die Stimmung der Ruhe und Achtsamkeit, die am Benediktushof spürbar ist.

Novemberrezept: Heißgetränk "Kleiner Buddha"-
erwärmt das Herz wenn es draußen kalt wird

Wenn der eiskalte Wind durch die Bäume fegt, gibt der "kleine Buddha" dem Körper und der Seele wohltuende Wärme. Immunstärkend und sehr schmackhaft.

Man nehme:
1 TL klein geschnittenen Ingwer
2 TL frisch gepressten Zitronensaft
1 TL Agavendicksaft oder Ahornsirup je nach Geschmack
2-4 Minzblätter
Und so wird´s gemacht:
Alle Zutaten in die Tasse geben, mit heißem Wasser übergießen, 2-3 Minuten ziehen lassen und mit einem Lächeln genießen...
Oder den Benediktushof besuchen und einen fertigen "kleinen Buddha" im TROAND bestellen...

Buchempfehlung: "Befreit - von der Bankerin zur buddhistischen Nonne", von Emma Slade

Die Buch-Expertin Gerti Schmitt aus unserer Buchhandlung empfiehlt die faszinierende Autobiografie von Emma Slade, einer hochdotierten Investmentbankerin, die sich nach einer traumatischen Erfahrung auf die Suche nach einem Reichtum jenseits des Materiellen begibt.
In ihrem Buch beschreibt Emma Slade den Versuch der Integration von östlichen Weisheitslehren in Ihren westlichen Alltag.
"Eine faszinierende Lebensgeschichte, berührend, inspirierend und reflektierend, den Kreis beginnend und   schließend mit der Frage, was Leben bedeutet und was am Ende letztendlich bleibt und zählt."

Weitere Infos zur Buchempfehlung finden Sie hier.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

 

West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung & Benediktushof GmbH
Vorstand & Geschäftsführer: D. Ahlhaus
Klosterstr. 10
97292 Holzkirchen
Deutschland